Frei aufzuwachsen ist das Beste,
das einem Kind passieren kann.
A. S. Neill, Summerhill
Montag, 27. Juni 2016
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Sucht hat viele Facetten

Unter Sucht wird ein bestimmtes Verhaltensmuster verstanden, das mit einem unwiderstehlichen, wachsenden Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand beschrieben wird. Grundsätzlich kann jeder Mensch süchtig werden. Da Sucht nicht auf den Umgang mit bestimmten Stoffen beschränkt ist, kann jede Form menschlichen Verhaltens zur Sucht werden (z.B. Magersucht, Arbeitssucht, Spielsucht, unkontrolliertes Verlangen nach sexueller Befriedigung).



Cybermobbing

Unter Cybermobbing wird das absichtliche Beleidigen und Bloßstellen anderer mithilfe von Internet oder Handy verstanden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kennen sich TäterInnen und Betroffene oft auch aus dem "wirklichen Leben".



Einmal online lassen sich Bilder oder Filme im Internet kaum kontrollieren. Cybermobbing kann daher weitreichendere Folgen haben als direktes Mobbing, denn kompromittierende oder diffamierende Inhalte können immer wieder an die Öffentlichkeit kommen.










Natürlich bin ich stark!


Eine interaktive Szenencollage in 3 Teilen mit theaterpädagogischen Übungen.
Thema: Sucht + Cybermobbing
Zielgruppe: Für SchülerInnen der Klassen 6 - 8
Publikum: Bis zu 6 Klassen werden hintereinander bespielt
Ablauf: 3 Schulstunden, im Abstand von je 1 Woche
Raum: 1 Musik- oder Mehrzweckraum mit einer Spielfläche von ca. 4x4 m


Der Hintergrund


Sucht und Cybermobbing


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Erwachsen werden ist nicht leicht und kostet oft ganz schön viel Kraft. Du fühlst dich fremd in deiner Haut, die coole Clique nimmt dich nicht auf, die Schule stresst und die Eltern machen Druck. Suchtmittel jeder Art können mit dem Versprechen locken, das Leben leichter zu machen, dazu zu gehören. Mit der 3-teiligen Szenencollage "Natürlich bin ich stark!" wollen wir jungen Menschen Kraft geben, bevor Drogen sie schwach machen. Denn wir wissen: Je älter Jugendliche werden, ohne zu Drogen zu greifen, desto größer ist ihre Chance, ihnen ganz zu entkommen. Auch die neuen Kommunikationsmedien machen das Leben nicht unbedingt leichter. Zwar sind Handy und Internet aus der Lebenswelt der jungen Generation nicht wegzudenken, doch das permanente Online-Sein und das leichte Hochladen persönlicher Informationen kann neue Probleme schaffen. Oft landet im Netz, was nicht erscheinen sollte, andere bloßstellt oder demütigt. Cybermobbing ist zunehmend ein Thema unter Jugendlichen, die sich häufig nicht darüber im Klaren sind, welche Konsequenzen eine Veröffentlichung haben kann.

Die Handlung


Geschichten zum Andersmachen


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Was haben eine kleine Lüge, eine klauende Clique und ein einsames Mädchen gemeinsam? "Natürlich bin ich stark!" erzählt individuelle Geschichten auf dem Weg zur Abhängigkeit und in die Einsamkeit eines Mobbingopfers. Die Alltäglichkeit der Situationen hilft den Jugendlichen, Parallelen zu ihrer eigenen Wirklichkeit zu ziehen. Sie erkennen, wie harmlos der Einstieg ins Suchtverhalten wirken kann und wie schnell die virtuelle Welt einen "zeitgemäßen Pranger" errichtet.

Unser theaterpädagogisches Konzept


Einspruch erlaubt!


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"Wieso hält das Mädchen die Klappe? Ich hätte dem Typen was erzählt!" Solche Zwischentöne aus dem Publikum sind für uns der beste Applaus. Denn nur wer einen eigenen Standpunkt hat, kann ihn vor anderen einnehmen und eine starke Persönlichkeit entwickeln. Und die ist die wichtigste Präventionsmaßnahme. Mit gezielten Fragen und viel Interaktion regen wir deshalb die Kommunikation in der Gruppe an. Theaterpädagogische Übungen fördern außerdem die Reflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Uns geht es nicht um stoffliche Drogenaufklärung und konkrete Medienarbeit. Gemeinsam mit der Klasse wollen wir Strategien gegen Abhängigkeiten erarbeiten, die den Jugendlichen in ihrem Alltag weiterhelfen.

Die Lernziele


Das Leben genießen


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"Natürlich bin ich stark!" will Jugendlichen Mut machen, zu sich selbst zu stehen. Leicht ist das nicht. Aber wer früh lernt, eigene Entscheidungen zu treffen, Konflikte auszutragen und auf sich und andere zu achten, ist auf einem tollen Weg. Und niemand muss da alleine durch. Es gibt immer Menschen, die einen unterstützen wollen. Das können sie aber nur, wenn die Jugendlichen sie an sich heranlassen und ihnen etwas sehr Wertvolles schenken: Vertrauen. Deshalb leben wir ihnen vor, dass sich das Leben gemeinsam viel besser genießen lässt. Freundschaft ist einfach das schönste Genussmittel!

Organisatorisches


Viel bewegen, wenig räumen


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Unsere und Ihre Kräfte brauchen wir fürs Diskutieren, nicht fürs Kulissenschleppen. Deshalb haben unsere beiden SpielerInnen mit wenigen Handgriffen alles im Griff. Und die Zeit, die wir beim Aufbauen, Abbauen, Verkabeln und Dekorieren sparen, verbringen wir am liebsten mit unseren Hauptfiguren: Ihren Schülerinnen und Schülern.


Informationen zum Download


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pdf Flyer
pdf Konditionen
pdf Informationen zu Aufbau und Durchführung des Programms
pdf Vorlage Einladungsschreiben Präsentation "Natürlich bin ich stark!"
pdf Evaluation
Literatur zum Thema: www.ginko-stiftung.de